sanctuary theyearthesundied

mehrfach-soloSANCTUARY waren schon so lange aufgelöst, daß man sich damit abgefunden hat, daß es eben nur zwei Alben von der Band gibt und NEVERMORE als Nachfolger war ja auch nicht von schlechten Eltern. Wenn auch anders. Das war der Status Quo an den man sich gewöhnt hatte und der so auch gute 20 Jahre blieb. Und dann, auf einmal, aus heiterem Himmel, tat es einen großen Knall und auch NEVERMORE waren Geschichte. Warum, wieso, weshalb eigentlich, das wurde nie so genau gesagt.

 

Solstafir-Ottanb mehrfachwertungDass diese Isländer inzwischen eine absolute Sonderstellung in Gitarrengefilden inne haben, wird sich sicherlich bereits herumgesprochen haben. Und dass der berüchmt-berüchtigte Grat zwischen musikalischer Genialität und Wahnsinn auch ein ganz Schmaler ist, bewiesen die Jungs aus Reykjavík nicht erst seit dem Doppel-Album "Svartir Sandr", welches u.a. diese Geschichte in mir hervorgerufen hat.
"Ótta" wurde dementsprechend nicht nur von mir mit absoluter Vorfreude erwartet; die vorab gespoilerten Songs "Lágnætti" sowie der Titeltrack ließen einmal mehr ein ganz, ganz großes Stück Musik voller Magie und eigentümlichen isländischem Spirit erwarten - letzten Endes muss aber auch bei SÓLSTAFIR irgendwann Abstriche gemacht werden. Warum? Einen Klick weiter und einer möglichst ausführlichen Betrachtung seid ihr schlauer!

 

hammerfall revolutionnb mehrfachwertungIch weiß nicht, ob das bereits diskutiert worden ist, aber man kann durchaus die Frage aufwerfen, ob eine Band wie HAMMERFALL so erfolgreich geworden wäre, wenn ACCEPT Ende der Neunziger Jahre existent und qualitativ hochwertigen Stahl wie „Stalingrad" oder aktuell „Blind Rage" veröffentlicht hätte. ACCEPT erleben inzwischen ihren dritten Frühling, HAMMERFALL hingegen schwächeln seit fast zehn Jahren und konnten mit „Chapter V: Unbent, Unbowed, Unbroken" (2005), „Threshold" (2006), „No Sacrifice, No Victory" (2009) und „Infected" (2011) nur teilweise begeistern.

 

inflames sirencharms

mehrfach-soloMit den letzten beiden Alben haben IN FLAMES verdammt stark vorgelegt, auch wenn das die meisten der alten Fans wohl nicht so sehen. Der Erfolg jedoch gab der Band Recht und im Gegensatz zu den meisten ihrer Göteborger Kollegen sind sie wirklich groß geworden und konnten mit den letzten Scheiben vor allem viele junge Fans hinzugewinnen. Die alten Fans haben sie dabei jedoch nie vergessen, was sich insbesondere live zeigte. Aber es soll ja auch Leute wie mich geben, die sowohl die alten, als auch die neuen Sachen lieben.

 

accept blindragenb mehrfachwertungEs scheint also wirklich gut zu gehen mit der abermaligen Reunion der deutschen Metalinstitution, denn mit unverändertem Line-Up bringt man alle zwei Jahre neues Material auf den Markt. Die Pointe dabei ist, dass man nun einen amerikanischen Sänger hat, der genau wie Udo Dirkschneider singt. Dabei waren sich die Manager anno 1986, sicher, dass man es mit so einem Schreihals niemals weit bringen kann und verpassten ACCEPT mit David Reece und der "Eat The Heat"-Scheibe einen amerikanischen Kurs. Leider ging der Schuss kommerziell wie menschlich voll daneben, während die aktuelle Besetzung sehr gut harmoniert und auch hohe Chartpositionen einfahren kann. Da gibt es wenig zu ändern momentan, weswegen man auch für "Blind Rage" wieder auf die Dienste von Produzent Andy Sneap zurück griff.

 

bluespills bluespillsnb mehrfachwertungEiner der größten Shootingstars dieser Tage biegt nun endlich mit seinem Debütalbum um die Ecke. Alleine jene Tatsache zeigt schon, wie wundersam der Aufstieg der BLUES PILLS ist. Dabei trat die internationale, in Schweden lebende Künstlerkommune erst vor eineinhalb Jahren ins Licht der Öffentlichkeit. Doch aus gefeierten Gigs bei einschlägigen Festivals wurden schnell ganze Supporttouren und schließlich die ersten Headlinerspots und gute Positionen bei großen Festivals. Die Wartezeit bis dahin überbrückte man immer wieder mit EPs, nun fand man endlich im ganzen Tourstress Zeit, um den selbstbetitelten Erstling einzuspielen. Der rasante Aufstieg, der aktuelle Hype um die Band erinnert fast an die DOORS vor ihrem bahnbrechenden Erstwerk. Auch musikalisch ist man so weit nicht weg von dieser Legende, ist die Speerspitze der Retrobewegung ebenfalls in den späten Sechzigern und frühen Siebzigern beheimatet. Bei so vielen Vorschusslorbeeren drängt sich unweigerlich die Frage auf, ob diese berechtigt sind.

 

overkill-white-devil-armory-cover

mehrfach-soloUnd da ist sie auch schon, bereits zwei Jahre nach „The Electric Age" kommen OVERKILL mit „White Devil Armory" um die Ecke. Seit „Ironbound" kann die Band diesen Veröffentlichungs-Rhythmus halten und erlebt außerdem ihren zweiten Frühling. Wie schwierig es ist, nach einer 34-Jährigen Karriere noch gute Songs zu schreiben, kann sich jeder denken. Wie schwierig es ist, auch noch drei gute Alben am Stück zu schreiben und den Erwartungen der Fans gerecht zu werden, steht noch eine Schwierigkeitsstufe höher. Dieser Schwierigkeitsgrad schüchtert OVERKILL aber keineswegs ein, denn „White Devil Armory" ist die Thrash-Dampfwalze des Jahres geworden!

 

judasPriest Album small

mehrfach-soloEndlich ist es soweit, die neue Langrille von JUDAS PRIEST rotiert im Player, für jeden JUDAS PRIEST-Fan mit Sicherheit eine ganz besondere Freude. Zumal nach dem Ausstieg von Gründungsmitglied K.K. Downing nicht wirklich sicher war, ob nach der „Epitaph"-Tour ein weiteres Album kommen würde. Sein Ersatz Richie Faulkner konnte sich live bereits beweisen und wirkt auf den Rest der Band wohl wie eine Frischzellenkultur. Jedenfalls war auf den Konzerten bereits zu merken, dass JUDAS PRIEST wieder wesentlich mehr Spaß auf der Bühne haben. Jedenfalls im direkten Vergleich zur letzten Tournee zum Opus „Nostradamus", das nicht überall mit offenen Armen empfangen wurde. Doch können JUDAS PRIEST ohne das sehr erfolgreiche Songwriter-Dreigespann Tipton/Downing/Halford überhaupt gute Songs zustande bringen? Nicht nur die Fans dürften auf diese Antwort gespannt sein.

 

Anathema - Distant Satellites

mehrfach-soloFreunde, es kam der Tag, den ich so fürchtete. Ihr kennt das vielleicht: Eine eurer Herzensbands bringt ein langerwartetes, neues Werk heraus und hinterlässt euch dann im ersten Moment erst einmal ratlos und enttäuscht zurück. Bevor ich weiter hierauf eingehe, geh ich aber zuvor meiner Chronistenpflicht nach:
ANATHEMA haben sich zweifellos in den letzten Jahren mit ihren großartigen Alben eine absolute Marke im Progressive Rock gesetzt und wissen Fans über die Genre-Grenzen hinaus zu begeistern. "Distant Satellites" markiert nun das zehnte Studio-Album in der durchaus bewegten Bandgeschichte der Briten und lotet nun auch die internen musikalischen Grenzen um weitere Elemente aus - und das machte mir persönlich erst einmal zu schaffen. Aber letzten Endes wird dann doch (fast) alles gut.

 

tesla simplicitymehrfach-soloMitte der Achtziger gehörten sie zu den ganz großen Hoffnungen der Hardrockszene, obwohl oder gerade weil sie sich mit ihrer erdigeren Ausrichtung von der damals populären Hairmetalwelle abhoben. Mit ihren ersten zwei Alben, die in den Staaten mehrfach Platin erhielten konnten sich TESLA ganz oben in der Szene festsetzen. Als man dann mit "Five Man Acoustical Jam" auch noch die Unplugged-Bewegung ins Rollen brachte, standen sie kurz vorm Superstarstatus. Warum es damit nicht klappte, ist so einfach nicht zu beantworten, aber 1996 löste sich die Truppe erst einmal auf. Seit der Reunion 2001 bringt man in längeren Abständen wieder Alben heraus, die letzte "Forever More" hat auch schon sieben Jahre auf dem Buckel. Da bietet die aktuelle Europatournee einen guten Zeitpunkt, um "Simplicity" auf den Markt zu werfen.

 

archenemywareternal

mehrfach-soloSeit der letzten Veröffentlichung „Khaos Legions" im Jahr 2011 von ARCH ENEMY ist schon einige Zeit vergangen; mehr als drei Jahre um genau zu sein. Nach überaus erfolgreichen Tourneen durch die Konzerthallen und Festivals dieser Welt in den Jahren 2011 und 2012, dem erneuten Ausstieg von Gitarrist Christofer Amott und dem Einstieg von Nick Cordle von ARSIS, ereignete sich ein schwerer Einschnitt in die gerade boomende Karriere von ARCH ENEMY, als die Band wegen familiärer Gründe alle Termine für 2013 absagte. Dann wurde es still um die Truppe.

 

uriahheep outsidernb mehrfachwertungAuch bei dem Hardrockurgestein muss die Show weitergehen, die alten Haudegen können oder wollen nicht anders. So ging man nach dem Krebstod von Bassist Trevor Bolder recht schnell zur Tagesordnung über. Nachdem er während seiner Krankheit von John Jowitt (IQ, ARENA, JADIS) ersetzt wurde, stieg nach seinem Dahinscheiden der bis dahin unbekannte Davey Rimmer als festes Mitglied ein. Doch wie schon beim gesundheitsbedingten Ausstieg von Drummer Lee Kerslake - beide waren einen Großteil der 45 Karrierejahre an Bord - gibt es auch Gründe immer weiterzumachen. Das letzte Album "Into The Wild" konnte die höchste Chartplatzierung in Deutschland seit 1978 verbuchen. Zwar verhilft die Loyalität von Rock- und Metalfans ihren Lieblingen zu immer höheren Chartpositionen, dennoch ist es ein Erfolg, der URIAH HEEP in ihrer unermüdlichen Arbeit bestätigt. Trotz des Verlustes und der vielen Tourneen fand die Truppe Zeit, um drei Jahre später mit "Outsider" ein neues Werk auf dem Weg in die Läden zu bringen.

 nazareth rocknrolltelephonenb mehrfachwertungSteht da das schleichende Ende einer der ganz Großen der Siebziger bevor? Auflösungserscheinung gab es ja bei NAZARETH nicht erst seit dem Tod von Originaldrummer Darrell Sweet, doch in den letzten Jahren ließ auch bei den aktuellen Mitgliedern die Kraft nach. Nicht nur, weil Sänger Dan McCafferty zuletzt mit Stimmproblemen zu kämpfen hatte, und nun die Konsequenzen daraus gezogen hat und die Band verlässt. Nicht, ohne seinen Fans mit "Rock´n´Roll Telephone" noch ein Abschiedsgeschenk mitzugeben. Er wird durch den ebenfalls aus Dunfermline stammenden Linton Osbourne ersetzt, mit dem die übrigen Drei weiter durch die Lande ziehen wollen. Aber auch bei ihnen machen sich trotz der begonnenen Verjüngung Verschleißerscheinungen bemerkbar, gerade im Vorprogramm von URIAH HEEP vor zwei Jahren wurde ein Unterscheid deutlich, die Band wirkte ausgebrannt. Und auch im Studio standen die letzten Veröffentlichungen klar hinter der Konkurrenz wie etwa DEEP PURPLE zurück.

Mehrfach-Wertungder Redaktion

Dornenreich FreiheitDie Österreicher gehören zu den ungewöhnlichsten Formationen der Metalszene, der sie ja von Zeit zu Zeit gerne mal entrücken. Von der reinen Blackmetallehre der Anfangstage wandte sich Mastermind Eviga schon mit dem dritten Album, dem Meisterwerk "Her Von Welken Nächten" ab. Doch mit für die Fans nahezu schockierenden Werken wie "Hexenwind" oder dem rein akustischen "In Luft Geritzt" hätte niemand gerechnet. DORNENREICH verfolgten stets ihre eigenen Wege, die nicht selten durch das Reich der Avantgarde führten. Ein wenig zurück ruderten sie vor drei Jahren mit "Flammentriebe", als sie der Wut wieder freien Lauf ließen. Nun kündigten sie "Freiheit" als letzte Einspielung vor einer ungewissen Pause an. Ist der Titel als Abnablung vom Bandkorsett oder als völlige künstlerische Ungezwungenheit zu verstehen?

 

gotthard bangnb mehrfachwertungDie zweite Chance! Nachdem das erste von Nic Maeder eingesungene Album bei den Fans und Kritikern beider maßen ordentlich ankam, aber nicht zu Begeisterungstürmen hinriss, legen die Schweizer keine zwei Jahre später nach. Man muss dem Mann konstatieren, dass er die sehr schwierige Aufgabe Steve Lee zu ersetzen gut gemeistert hat, auch wenn er (noch?) nicht an seinen Vorgänger heran reicht. Zumindest menschlich scheint es zu stimmen, denn das Pensum ist schon recht hoch, das funktioniert nur in einem guten Bandgefüge. Aber können GOTTHARD auch die etwas schwächeren Songs der beiden voran gegangenen Alben wieder wett machen? Denn auch davon ist, es abhängig, ob die neue Konstellation langfristig Zukunft hat.

 

lacunacoil brokencrownhalonb mehrfachwertungSchon seit einigen Alben werden LACUNA COIL immer dunkler. Nicht unbedingt im musikalischen Sinne, aber das Coverartwork ihrer Alben läßt durchaus einen roten Faden erkennen. Vorbei ist es mit bunten Blümchen wie noch auf „Comalies“. Schon das Cover zu „Karmacode“ war auf seine Art verstörend, aber seit „Shallow Live“ wird das Artwork immer düsterer und hat nun mit „Broken Crown Halo“ seinen Höhepunkt gefunden. Das Cover ist sehr dunkel und schlicht gehalten, allerdings dadurch auch nicht mehr so ins Auge springend und auffallend wie die Cover der letzten beiden Alben. Ob das auch auf die Musik dieses Albums zutrifft, das gilt es herauszufinden.

 

gammaray empireoftheundeadnb mehrfachwertungReden wir gar nicht lange um den heißen Brei herum, die letzten drei GAMMA RAY Studioalben „Majestic" (2005), „Land Of The Free II" (2007) und „To The Metal!" (2010) waren allesamt recht bescheiden, sogar der Gebrauch von schlimmerem Vokabular wäre durchaus gerechtfertigt. Oder erinnert sich ernsthaft jemand an Songs, die es mit „Man On A Mission", „Abyss Of The Void", „Dethrone Tyranny", „Somewhere Out In Space", „Anywhere In The Galaxy" oder „Last Before The Storm" aufnehmen konnten? Da hieß es schnell Fehlanzeige! Man kann also behaupten, dass eine der hanseatischen Metalinstitutionen mit ihrem elften Studioalbum nach mehrjähriger Pause am Scheideweg steht.

 

magnum escapeshadowgardennb mehrfachwertungMAGNUM haben es mittlerweile geschafft, sich nach ihrer Reunion 2001 eine zweite, eigene Karriere aufzubauen und nicht mehr nur vom Glanz ihrer Hochphase in den Achtzigern zu leben. Das bewiesen auch die Neueinspielungen auf "Evolution", welche allesamt aus der Zeit ab "Breath Of Life" stammen. So könnten sie aus den sechs seitdem veröffentlichten Alben ein komplettes Konzert bestreiten, was sie aber wegen der Vorlieben ihrer alten Fans nicht tun. Natürlich schätzen diese ihre aktuellen Arbeiten, zumal sie nach wie vor hervorragend bedient werden. Bereits eineinhalb Jahre nach "On The 13th Day" steht mit "Escape From The Shadow Garden" der neue Longplayer ins Haus, im Anschluss folgt eine Tour mit SAGA.

 

axelrudipell intothestorm

Mehrfach-Wertungder Redaktion

Es hat sich etwas getan im Lager des Wattenscheiders. Nachdem man seit The "Masquerade Ball" die Besetzung konstant halten konnte, musste man nun erstmals wieder einen Abgang hinnehmen. Schlagzeuger Mike Terrana verließ die Hardrocker, um sich anderen Projekten, unter einem einer eigenen Band zu widmen. Dabei schien die Truppe nun endlich stabil, nachdem es ja im ersten Jahrzehnt der Solokarriere von AXEL RUDI PELL ein munteres Rein und Raus gab. Doch mit Johnny Gioeli als Frontmann schien 1998 Konstanz in die Formation zu kommen, und als ein Jahr später der zweite Amerikaner dazu stieß war das so lange währende Line-Up komplett. Als Nachfolger konnte das Blondchen allerdings seinen, ebenfalls aus den Staaten stammenden Wunschkandidaten verpflichten. Bobby Rondinelli gelangte bei niemand geringeren als Pells großem Vorbild Ritchie Blackmore und dessen RAINBOW zur Ruhm und Ehren. DORO, BLACK SABBATH und BLUE ÖYSTER CULT waren nur einige seiner weiteren Stationen. Wie wird nun "Into The Storm", das erste Album mit ihm klingen?

 

icedearth plaguesofbabylonmehrfach-soloICED EARTH haben ganz schön vorgelegt. Nachdem kaum noch jemand an sie geglaubt hat, legten sie vor zweieinhalb Jahren mit „Dystopia“ ein unglaublich starkes Album vor – und das trotz Sängerwechsel. Es folgte eine erfolgreiche Tour, doch dann ging es rund im Hause ICED EARTH. Das Line-Up, das in der Form bis auf Neuzugang Stu seit rund 3 Jahren zusammen war und perfekt erschien, brach auseinander. Zuerst verließ Bassist Freddie Vidales die Band, dann auch noch der langjährige Drummer Brent Smedley.


Neckbreaker präsentiert

Neckbreaker auf Facebook

nb recruiting 2015

nb forum 2015

nb gallery 2015