nimrodbc godofwarandchaosNIMROD B.C. ist eine chilenische Thrash/Speed Metal Band, die 1985 von Gitarrist Chris Ira gegründet wurde. 1988 wurde ihr erstes Demotape „Time Of Changes“ herausgebracht. Nachdem sie sich zwischenzeitlich aufgelöst hatten, wurde die Band 2004 in neuer Besetzung reformiert und das Demo in remasterter Form wiederveröffentlicht. Aber auch ihr Debütalbum „Return To Babylon“ wird in die Umlaufbahn geschossen. 9 Jahre danach erscheint der mir vorliegende Silberling namens „God Of War And Chaos“.

8kids denendiewirwarenDie Idee mag aus einem Zufall heraus entstanden sein, aber inzwischen ist es eine schöne und lieb gewonnene Tradition, am letzten Tag des Jahres eine Rezension zu meinem persönlichen Album des Jahres zu schreiben. Nachdem es 2015 mit ADELEs „25“ Album (Review) und im letzten Jahr mit SURRENDER THE CROWNs „Life Decides“ (Review) zwei klare und unangefochtene Favoriten gegeben hatte, die unterschiedlicher hätten kaum sein können, liegt die Entscheidung in diesem Jahr enger beieinander. Das liegt daran, dass THRESHOLD es geschafft haben, mit ihrem „Legends Of The Shires“ Doppelalbum ihr bestes Werk seit „Hypothetical“ (2001) und „Critical Mass“ (2002) abzuliefern und dass die recht unbekannten Schweden von SORCERER mit ihrem triumphalen „The Crowning Of The Fire King“ Album ein fast unbeschreibliches Meisterwerk des epischen Doom Metals erschaffen haben, damit konnte man auch nicht unbedingt rechnen.
Auch Daniel Wirtz‘ „Die Fünfte Dimension“ hätte es am Ende auf die oberste Stufe des Podiums bringen können, alle Alben hätten es verdient gehabt, aber am Ende ist doch keines so intensiv, so emotional bewegend und so dermaßen mitreißend gewesen wie „Denen Die Wir Waren“ – das Debütwerk der Darmstädter Band 8KIDS.

MemoryLane king without a crownVor exakt drei Monaten veröffentlichten MEMORY LANE ihre erste Single „New Dawn“, die erste Auskopplung des noch unbenannten Albums, das im Frühjahr 2018 erscheinen soll. Nun folgt die zweite Single namens „King Without A Crown“, die zwar im Fahrwasser der ersten Veröffentlichung schwimmt, aber dennoch andere Facetten ihrer Musik anklingen lässt.

dirge almabalticaVon Zeit zu Zeit erfreuen die Franzosen die Post Metalgemeinde mit neuem Stoff, auch wenn deren Karriere nur auf Sparflamme brennt. Das Genre, in welchem sie sich eine eigene Nische geschaffen haben, hat auch schon einmal bessere Zeiten gesehen, was DIRGE nicht daran hindert, ihm weiterhin zu folgen. Drei Jahre sind seit dem letzten Output "Hyperion" nun auch wieder vergangen, und die Mannen um Gitarrist Stephane L. arbeiten an neuem Material. Um die Zeit bis dahin zu überbrücken, haben sie nun mit "Alma/Baltica" eine EP auf den Markt geworfen, die es nur als Vinyl und Download gibt. Da stellt sich die Frage, ob es nicht bessere gewesen wäre, die Ideen in den kommenden Longplayer einzubauen, oder ist er gar ein Ausblick darauf, interessant es die Veröffentlichung allemal.

Blues Pills Live in ParisZugegebenermaßen hat sich der Wirbel um die BLUES PILLS etwas gelegt, zumindest kommt es mir so vor. Die neue Liveveröffentlichung "Live In Paris" ging an vielen Leuten schlichtweg vorbei oder ist in der allgemeinen Veröffentlichungswelle untergegangen. Dabei sollte man, Fan oder nicht, dieses Livealbum auf jeden Fall gehört haben.

panzerballett xmasdeathjazzTWISTED SISTER haben es gemacht, HEART haben es gemacht, auch ROB HALFORD hat es getan, LYNYRD SKYNYRD ebenso. Das Weihnachtsalbum ist aus der Rockmusik nicht wegzudenken, auch wenn viele Songs bei weitem nicht die Popularität solcher Hits wie „Last Christmas“ erreichen. Die deutschen Jazzmetaller waren sicherlich die letzten, die ich auf der Rechnung hatte, wenn es darum ging, wer sich in diesem Jahr daran wagt. Für Skurriles waren sie ja schon immer offen, aber das Thema hatte ich für deren Verhältnisse zu stark im Kitsch verortet. Dennoch haben PANZERBALLETT zwei Jahre nach „Breaking Brain“ nun mit „X-Mas Death Jazz“ ein solches Werk auf die Öffentlichkeit losgelassen.

hamferd támsinslikamKennt ihr das, wenn ihr jemanden schon eine ganze Weile kennt, ihn mögt und richtig gern habt? Und dann tut derjenige etwas, womit ihr so nicht unbedingt gerechnet habt. Und auf einmal merkt ihr: Scheiße. Ich mag den ja gar nicht mehr. Ich liebe ihn! Jetzt kenne ich HAMFERÐ ja schon wirklich eine ganze Weile, habe mir die EP seinerzeit sofort noch auf dem Konzert gekauft, nachdem ich die Truppe zum ersten Mal live gesehen habe und sie mich einfach umgehauen hat. Auch das Debütalbum „Evst“ hat mich beim ersten Hören sofort überzeugt. Jetzt, rund vier Jahre später, ist der Nachfolger „Támsins Likam“ erschienen.

Pretty Boy Floyd Public Enemies

PRETTY BOY FLOYD haben mit ihrem Debütalbum „Leather Boys with Electric Toys“ im Jahr 1989 Musikgeschichte geschrieben. Der Band gelingt es mit „Public Enemies“, dem ersten Studioalbum mit eigenem Material seit 2004, gut den Spirit des Debüts Albums aufzunehmen und der geneigten Hörerin ein Lächeln ins Gesicht zu zaubern: Da sind sie, die guten alten 80er! Man kommt nicht umhin die Lautstärke bis zum Anschlag aufzudrehen.

 

katla modurastinKATLA ist die neue Band von Ex-SÓLSTAFIR-Drummer Guðmundur Óli Pálmason, um den es nach seinem Rauswurf bei den Isländern erst einmal recht still war. Nun veröffentlicht er also sein erstes Album mit seinem neuen Projekt (bei nur 2 Personen von Band zu sprechen, fällt mir etwas schwer). Passend dazu scheint sich der gleichnamige isländische Vulkan Katla auch gerade wieder auf einen Ausbruch vorzubereiten. Wenn das mal kein gutes Omen ist, dann weiß ich auch nicht.

neorite oversleepNEORITE sind eine extrem junge Band, die erst 2016 zunächst als Zwei-Mann-Projekt gegründet wurde, das sich dann aber noch im selben Jahr wieder trennte. 2017 folgte dann die Formierung zu einer echten Band mit vier Mitgliedern. Schon nach wenigen Monaten nahm man gemeinsam die EP „Oversleep“ auf, die nun im Oktober veröffentlicht wurde. Das finde ich persönlich nun sehr ambitioniert. Ich hätte mir da ja doch etwas mehr Zeit gegeben um erst einmal als Band zusammenzufinden und –zuwachsen.

Crom When Northmen Die 200x200Manchmal erlebt man doch noch positive Überraschungen, auch als abgebrühter Metalhead mit über zwanzig Jahren Erfahrungen im Genre und ein paar Jahren Erfahrung als Musikredakteur. Eigentlich dachte ich ja, dass 2017 für mich vergleichsweise langweilig und uninteressant endet – in musikalischer Hinsicht. Wäre da nicht diese Ein-Mann-Armee Walter Grosse, der als einziger Mensch und überdurchschnittlich begabter Multiinstrumentalist hinter dem Epic-Metal-Projekt CROM steht und mit „When Northmen Die“ jetzt sein drittes Full-Length-Album vorgelegt hat. Für mich war es der erste Kontakt mit CROM und daher war ich auch völlig ahnungslos, was für ein Juwel mich da erwarten würde.

Shakra Snakes Ladders Cover

„Snakes & Ladders“ ist das elfte Studioalbum der Hardrocker von SHAKRA. Die fünf Musiker aus der Schweiz liefern erneut eine äußerst solide Platte ab, alle Songs haben ein durchgängig hohes Niveau: Melodisch, hymnenhaft und vor allem eins: energiegeladen.

 

eivor slorenglishVor zwei Jahren hat EIVØR mit „Slør“ zum ersten Mal seit einer gefühlten Ewigkeit wieder ein Album ganz auf Färöisch veröffentlicht. Nun folgt also das gleiche Album noch einmal, allerdings mit englischen Texten (die natürlich alle neu eingesungen werden mussten). Das Konzept ist nicht neu, schließlich hat die Künstlerin das schon 2007 mit dem Doppelalbum „Human Child/Mannabarn“ so gehandhabt. Dieses Mal liegen allerdings zwei Jahre zwischen den beiden verschiedensprachigen Alben.

dontdropthesword pathtoeternityEs gibt Momente, da kann ich die Strategie der Plattenfirmen, wenn es darum geht, Bands einen Vertrag anzubieten, beim besten Willen nicht verstehen. Oftmals werden da Gruppen unter Vertrag genommen, die wie die tausendste Kopie von [hier bitte einen beliebigen Bandnamen eintragen] klingen, während Künstler, bei denen hörbar Talent vorhanden ist, ihre Werke nicht selten in Eigenregie aufnehmen und auch veröffentlichen müssen. Ein solcher Fall sind auch DON’T DROP THE SWORD aus dem bayrischen Erding. Diese konnten mich bereits mit ihrer im Januar erschienenen EP „Into The Fire“ überzeugen.

Autopsy PTGAUTOPSY feiern die runde 30. Auch wenn sich die Band ja mehr oder weniger offiziell bereits 1995 auflösten, kamen sie 15 Jahre später wieder, ohne wirklich weg gewesen zu sein. Die zahlreichen Fans ließen ihre Helden all die Jahre nicht in die Grube fahren, und somit war das Comeback gesichert. Nun ist man sogar wieder soweit, die Wartezeit auf ein neues Album mit einer EP zu verkürzen, so geschehen mit "Puncturing The Grotesque".

warriorsoul backonthelashWas war ihnen eine goldene Zukunft prophezeit worden? Mit dem KILLING JOKE-Drummer Paul Ferguson an Bord erweckte das Debüt 1990 den Post Punk wieder zum Leben. Doch trotz zwei weiterer starker Alben, voll Wut, Melodie und Atmosphäre gelang der Durchbruch nicht. WARRIOR SOUL ereilte der Fluch der Verlogenheit der Neunziger, die stilistische Offenheit versprachen, und mit ihren Direktiven wären sie in der Zeit gefragt gewesen. Doch letzten Endes konnte die Industrie auch nur Seattle-Sound und Rap Metal vermarkten, alles andere fiel durch das Raster, so auch die Jungs um Kory Clarke. Nach zwei nicht ganz so starken Scheiben löste man sich auf, Clarke trieb sich in der Szene rum, heuerte sogar bei den Doomern TROUBLE an, doch nach über zehn Jahre reaktivierte er seine alte Formation wieder, die seitdem zwei Alben veröffentlicht hat. Das letzte hat nun auch schon fünf Jahre auf dem Buckel, so dass es für „Back On The Lash“ Zeit wurde.

amplifiedmemory vashermeticumBereits mit ihrem Debüt „The Ever Spinning Wheel“ (2013) hinterließen AMPLIFIED MEMORY aus München damals einen sehr guten ersten Eindruck bei mir. War hier doch eine Band am Werk, die sich wohltuend vom Gros der ewig gleich klingenden Death Metal Combos abhob. Da verwundert es nicht wirklich, dass die Bayern damals recht gute Kritiken für ihren Erstling erhielten.

souldrinker wariscomingNach 2 starken Eps legt die „Allstarband“ SOULDINKER nun endlich das heiß erwartete erste volle Album vor. Und das hohe Niveau wurde beibehalten. Geradliniger Metal mit fettesten Riffs und einer Power, die mitreißt. Die Produktion drückt, die Band groovt und über allem thronen die messerscharfen Vocals von Frontlady Iris Boanta. Geile Soli, Riffs und viel Feeling seitens der Klampfen, eine unbarmherzige Rhythmustruppe, sprich Bass und Drums können ebenso positiv verbucht werden. Bei aller Dreckigkeit und Brachialität wurde eine Sache nicht vernachlässigt: die Melodien und Hooklines!

riddlemaster bringthemagikdownMark Shelton, Kopf der Epic-Metal Legende MANILLA ROAD aus Wichita, Kansas, feiert im Dezember sein sechzigstes Wiegenfest. Rechtzeitig dazu erscheint ein weiteres Album aus seiner Kreativität, diesmal ist es das Projekt RIDDLEMASTER. Bei nicht wenigen dürfte es klick machen, war das nicht ein Song auf dem Bandklassiker „Crystal Logic“? Genau so ist es. Zusammen mit Originaldrummer Rick Fisher, der von 1979 – 1983 in der Band war und Bass-Spezi E.C. Hellwell entstand ein stimmiges Album im Stile der Frühwerke „Metal“, „Invasion“ oder eben „Crystal Logic“, worauf Fisher ja trommelte.

cloak tovenomousdepthsManchmal, da entdeckt man Bands ja, weil man mit der Nase drauf gestoßen wird. Oder weil man sie live sieht. Und manchmal auch durch ganz dubiose Umstände oder Zufälle. CLOAK habe ich eigentlich nur entdeckt, weil ich bei youtube nicht schnell genug war und plötzlich einer ihrer Songs lief. Der hat mich dann schon beim ersten Hören in den Bann gezogen. Als ich dann auch noch sah, dass das Debütalbum der Amerikaner gerade herausgekommen war, da wusste ich, was das heißt: Nichts wie ran an den Speck.


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